die parteiunabhängige initiative für eine stärkung direkter demokratie

Democracy International

KI verstehen. Demokratie stärken

KI verstehen. Demokratie stärken

Konferenz
KI verstehen. Demokratie schützen

Freitag, 23.04.2027
14-19 Uhr

Wissensturm VHS Linz
Seminarzentrum im 15. Stock
Kärntnerstraße 26, 4020 Linz

Kooperation mit VHS Linz, DorfTV

Die Beziehung zwischen Künstlicher Intelligenz (KI) und Demokratie ist eines der spannendsten und gleichzeitig heikelsten Themen unserer Zeit. KI wirkt wie ein Katalysator: Sie kann demokratischevProzesse effizienter und inklusiver machen, kann aber auch bestehende Machtstrukturen destabilisieren.

1. Chancen: KI als Werkzeug für die Demokratie

KI ist nicht zwangsläufig eine Bedrohung. KI bietet mächtige Instrumente zur Stärkung der Bürger:innenbeteiligung.

Erhöhte Transparenz: KI-Systeme können riesige Mengen an Regierungsdaten, Gesetzestexten und Ausgabenberichten
analysieren. Das macht Korruption schwerer versteckbar und politische Entscheidungen nachvollziehbarer.

Bürger:innenbeteiligung (Civic Tech): Plattformen können mithilfe von Sprachverarbeitung (NLP) tausende Bürger:innenbeiträge zusammenfassen, um Meinungsbilder in Echtzeit an die Politik zu spiegeln.

Barrierefreiheit: KI-gestützte Übersetzungen und Gebärdensprach-Tools ermöglichen es Menschen mit Sprachbarrieren oder Behinderungen, aktiv am politischen Diskurs teilzunehmen.

Effiziente Verwaltung: Durch die Automatisierung bürokratischer Prozesse bleibt dem Staat mehr Zeit für die individuelle Betreuung der Bürger:innen, was das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Demokratie stärkt.

2. Risiken: Die Erosion des digitalen Diskurses

Die Gefahren der KI für die Demokratie sind subtil, aber tiefgreifend, da sie oft am Fundament der Wahrheit rütteln.

Desinformation und Deepfakes: Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt. Täuschend echte Videos oder Audioaufnahmen können Politiker:innen diskreditieren oder Wähler:innen kurz vor dem Wahltag manipulieren.

Echokammern und Polarisierung: Algorithmen auf sozialen Medien sind auf Interaktion programmiert. Das belohnt oft extreme Inhalte und spaltet die Gesellschaft in unversöhnliche Lager.

Microtargeting: Politische Akteure können psychologische Profile nutzen, um Wähler:innen mit maßgeschneiderten (und teils widersprüchlichen) Botschaften zu manipulieren, was den gemeinsamen öffentlichen Diskurs zerstört.

Algorithmischer Bias: Wenn KI-Systeme zur Entscheidungsfindung (z.B. bei Sozialleistungen) genutzt werden und auf voreingenommenen Daten basieren, kann dies Minderheiten systematisch diskriminieren.

3. Lösungsansätze: Demokratische Resilienz stärken

Um die Risiken zu minimieren und die Chancen zu nutzen, bedarf es eines Dreiklangs aus Regulierung, Technik und Bildung.

Rechtliche Rahmenbedingungen

KI-Gesetzgebung (z.B. EU AI Act): Einführung klarer Regeln für "Hochrisiko-KI". Transparenzpflichten für generierte Inhalte (Kennzeichnungspflicht für KI-Bilder/Texte).

Haftung: Wer ist verantwortlich, wenn eine KI demokratieschädliche Falschinformationen verbreitet? Hier müssen Plattformen stärker in die Pflicht genommen werden.

Technische Lösungen

Digitale Wasserzeichen: Entwicklung von Standards zur Authentifizierung von Medien, damit Nutzer:innen sofort sehen, ob ein Inhalt echt oder generiert ist.

Open-Source-KI: Förderung von transparenten, staatlich unabhängigen KI-Modellen, um die Abhängigkeit von wenigen Tech-Giganten zu verringern.

Gesellschaftliche Maßnahmen

Media Literacy (Medienkompetenz): Bürger:innen müssen lernen, Quellen kritisch zu hinterfragen und die Funktionsweise von Algorithmen zu verstehen.

Digitale Souveränität: Investitionen in eine eigene europäische IT-Infrastruktur, um demokratische Werte direkt in die Architektur der Technik einzubauen.

Fazit

KI ist für die Demokratie ein "High Stakes"-Spiel. Sie kann die Herrschaft des Volkes durch bessere Information stärken oder durch perfekte Manipulation aushöhlen. Die Entscheidung darüber liegt nicht bei der Technik, sondern bei der Gestaltung ihrer Rahmenbedingungen.

 

In der Konferenz vermitteln zunächst drei Keynotes den Fokus auf die Zusammenhänge zwischen KI und Demokratie.

In drei parallelen Workshops werden Erfahrungen mit KI gesammelt (z.B. Deepfakes entlarven, ChatGPT kennenlernen, Algorithmen verstehen).

Im Schlussplenum soll die zentralen Erkenntnisse nochmals herausgearbeitet werden und Perspektiven eröffnet werden, was dies für das eigene politische Verständnis bedeutet.

Bei einem Buffet soll die Konferenz ausklingen.

 

 

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