Wahrheit im Wandel
Friedensfähigkeit in Zeiten von Desinformation und zunehmender Verunsicherung
In einer Zeit, in der Kriege, Krisen und Konflikte die Schlagzeilen dominieren und digitale Technologien wie KI durch Deepfakes die Grenze zwischen Realität und Manipulation verwischen, wird die Fähigkeit zur friedlichen Orientierung und kritischen Reflexion zur gesellschaftlichen Schlüsselkompetenz.
Die Linzer Friedensgespräche widmen sich 2026 der Frage, wie Menschen in einer zunehmend komplexen und von Unsicherheit geprägten Welt mit negativen Nachrichten, medialer Überflutung und gezielter Desinformation umgehen und den Mut bewahren können, an ein Morgen zu glauben.
Expert:innen aus Medienwissenschaft, Psychologie, Künstliche Intelligenz und Ethik diskutieren, wie Vertrauen in Informationen gestärkt, Resilienz aufgebaut und friedensfördernde Kommunikationsräume geschaffen werden können.
Die Linzer Friedensgespräche laden dazu ein, neue Perspektiven auf Wahrheit, Verantwortung und digitale Mündigkeit zu entwickeln – und damit einen Beitrag zur Friedensfähigkeit in einer vernetzten Welt zu leisten.
Die Linzer Friedensgespräche werden von einem breiten Netzwerk der Friedensstadt Linz getragen und stellen regelmäßig wichtige Fragen zur Diskussion rund um die Forderung nach friedlichen und inklusiven Gesellschaften, wie sie im Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung formuliert ist.
PROGRAMM
14.00 Registrierung und Einlass
14.30 Eröffnung und Begrüßung
14.45 Keynotes
16.00 Pause
16.15 Parallel-Workshops
17.45 Pause
18.00 Podiumsdiskussion und Abschlussrunde
19.00 Buffet und Austausch
VORTRAGENDE
Martina Mara ist Professorin für Psychologie der KI und Robotik an der JKU Linz. Sie beschäftigt sich mit den psychologischen Bedingungen menschenzentrierter Technologieentwicklung und gründete das Robopsychology Lab am Linz Institute of Technology. Mara engagiert sich für verantwortungsvolle Digitalisierung, Geschlechtergerechtigkeit und breite KI-Bildung. Sie ist Mitglied des Österreichischen Rats für Robotik und KI, schreibt Kolumnen und hält Vorträge, um komplexe Technologien verständlich zu machen. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wiener Frauenpreis und dem Futurezone Award „Women in Tech“.
Melanie Wolfers ist Theologin, Philosophin, Ordensfrau, Bestsellerautorin, Podcasterin und Moderatorin. 2004 trat sie in die internationale Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen ein. Ihre Bücher über Mut, Zuversicht und Resilienz stehen regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. 2023 wurde sie mit dem Großen PeterWustPreis ausgezeichnet. Sie moderiert den Podcast „Ganz schön mutig – Dein Podcast für ein erfülltes Leben“, und ist Gastgeberin der ZDF-Reihe „Die letzte Bank“. Als KeynoteSpeakerin begeistert sie mit ihren Vorträgen zu Themen wie Mut, Veränderung, Zuversicht, Resilienz, Entscheidungsfreude und spirituellem Leben.
Andre Wolf ist Experte für digitale Aufklärung und Medienkompetenz. Seit 2013 ist er als Pressesprecher sowie als Content- und Social-Media-Koordinator beim Verein Mimikama, der über Internetmissbrauch und Falschmeldungen aufklärt, tätig (www.mimikama.org). Er entwickelt und vermittelt Formate zur Förderung von Medienkompetenz, tritt regelmäßig in TV-Sendungen auf, schreibt Kolumnen und ist Autor von "Die Fake-Jäger" (mit Tom Wannenmacher) und „Angriff auf die Demokratie“. Darüber hinaus berät Andre Wolf staatliche Institutionen und engagiert sich in überparteilichen Gremien zur Demokratieförderung.